Planung der Solaranlage:

solareLeistung Als Projektierungseckpfeiler bei meiner Solar Thermieanlage war die Dachausrichtung von knapp 75° in Richtung Westen vorgegeben. Dadurch wurde schon einmal klar, dass die Anlage im Winter nicht zu den "Spitzenverdienern" gehören würde. Aber egal. Die Montage der Panele sollte zeitgleich mit der Sanierung des Hausdaches einhergehen und natürlich auch die Sanierung, sprich Erneuerung, der Trinkwassererwärmung im Keller mit einschliessen - diverse Undichtigkeiten, Reparaturen und knapp über 30 Jahre guter Dienst der Anlage erlaubten dies ohne grosse Gewissenbisse, dass die Anlage erneuert werden musste. Nebenbei sollte auch diverser Wildwuchs an Leitungen, der im Laufe der Jahre entstanden ist, "überdacht" werden.
Im Vordergrund so einer Anlage stand für mich auch, dass eine reine Warmwasser Solaranlage nicht der grosse Bringer sein wird und daher gab es für mich nur eine Kombianlage mit Heizungsunterstützung. Aber wie planen, welche Komponenten, wie gross die Speicher, welches System, etc... und vor allem welcher Hersteller?
Viel wurde an Information zusammengetragen bis ich merkte, dass eigentlich alle kontaktierten Heizungsbauer und Installateure mit meinen Vorstellungen überfordert waren. Warum? Die Anlage war halt nicht von der "Stange" und das überforderte den normalen Installateur. Nicht böse gemeint aber die können auf komplexere Anlagen gar nicht eingehen da sie ja von mehreren Herstellern die verschiedendsten Anlagen und Produkte anpreisen sollen?
Einziger Ausweg war daher selbst zu planen, Informationen von Bekannten die schon solche Anlagen hatten aufzusaugen und vor allem die Sache so gut es eben geht zu simulieren in allen Facetten und Feinheiten. Der Dezember 2006 war dann der Planungs- und Simulationsmonat. Da ich über Neujahr immer 2 Wochen Urlaub habe war dies ideal und so verbrachte ich halt die halbe Zeit am Rechner mit Simulations- und Tabellenkalkulationsprogramm. Sobald eine Anlage nicht in das Standardschema der Heizungsbauer passt rauchen die Köpfe in Form eines Angebotes das einem wirklich die Haare zu Berge stehen lässt.
So erlebte ich z.B. von unserem bisherigen Haus und Hofinstallateur im Hause - machte seine Arbeit 20 Jahre recht gut - dass er bei der Angebotsabgabe mir erklärte seine Monteure haben so eine Anlage noch nie gemacht und die gewünschten Produkte sind noch so neu, wer weiß ob die überhaupt das halten und es gibt doch auch viel Billigere... er ist auch selbst erschrocken was die Sachen kosten kann aber keinen besseren Preis machen ... bla bla bla ...
Ich glaubte das nicht, der Top Verkäufer im Bezirk und dann so einen Schwachsinn von sich geben. Klar dass er nicht mal die erste Runde des Angebotspokers überlebte.
Überraschenderweise kam ich dann zu einem Installateur der mir gleich sagte, er übernimmt die Garantie, dass alles fachgerecht montiert und installiert wird und dass die Anlage dicht ist. Eine "Leistungsgarantie" kann er aufgrund der etwas unüblichen Anordnung der Panele und der 2 Stranganlage nicht übernehmen. Er will sich aber bemühen einen interessanten Preis zu machen und würde sich freuen wenn der Deal zustande käme. Aha ! Eine ganz anderer Denkansatz eines Unternehmers. Auch gut dachte ich.
Bei der Detailplanung wurde mir dann klar, gute Leistungswerte in der Übergangszeit ist viel zu viel Leistung und eine eventuelle Stagnation der Anlage im Sommer. Super wieder zurück zum Start. Oder haben wir schon die Lösung seit geraumer Zeit im Garten stehen. Korrekt, seit längerer Zeit steht dort ja einen kleinen Pool im Garten der oft auch im Sommer uns zu kühl ist. Da kann man was machen.

Die Planung ging dann konstruktiv weiter mit Parameter wie:
10 Panele, davon 5 flach am Dach und 5 Stück 25° aufgeständert.
500 Liter Warmwasserspeicher, reicht wenn in der Ferienwohnung nebenan auch noch 2 Gäste sind dann für ca. 2-3 Tage wenn dieser vorher voll geladen war.
750 Liter Puffer für die Heizung
2 Strang Solarstation
eine Steuerung mit Datenloggerfunktion und Parametrierung vom PC aus
viel Kupferleitung und weils bequemer ist die Steigleitung in DN20 Wellrohr.
Isolationsmaterial und noch einiges an Kleinzeug
bevorzugter Hersteller meinerseits ist Buderus mit seinen Thermosyphonspeichern und den SKS4.0-S Flachkollektoren die an der Oberfläche absolut glatt sind.

Angebotslegung erfolgte dann von 3 Installateuren und den Zuschlag bekam der Bestbieter - und zwar derjenige der mir nicht alles versprach und gleich schon einbremste...
Der Deal stand - zu einem wirklich Spitzenpreis wie ich im nachhinein später erfuhr, die Komponenten wurden überpünktlich geliefert - 2 Wochen zu früh. Kein grossen Problem, denn da hatte ich Zeit das Zeug in Natura zu sehen und genau auf Mängel zu untersuchen...


Montage und Bau der Anlage:

In der vorletzten Maiwoche 2007 rückten dann die Monteure der Flachkollektoren an und werkelten am Dach. 10 Panele alle in Aufdach Montage, 5 Stück flach montiert, 5 Stück aufgeständert. Parallel dazu kamen 2 Monteure, um im Keller ganze Arbeit zu leisten. Die Montage erfolgte unter meiner Aufsicht - besser gesagt unter meiner Anleitung wo welche Teile hinkommen und dann angeschlossen werden. Die korrekte Platzierung des Warmwasser- und des Heizungspuffers, genaue Lage der Solarstation und des Expansionsgefäß, das Umschaltventil für die Rücklaufanhebung etc... in Summe 2 Tage die lehrreich und spannend waren.
Die elektrische Anbindung an das Steuerungssystem machte ich logischerweise selbst. Die ursprüngliche Steuerung die bei der Solarstation dabei war wurde in der bunten Bucht ziemlich genau für das Geld verkauft was sie mich Tage zuvor gekostet hat. Ich hab mit der Buderusanlage auch nur die billigste Regelung mitgekauft weil ich die Station nicht ohne bekam. Nun wurde aber die "erste" Regelung an der Anlage montiert und installiert - diese war von STECA eine TR0704 mit einem IO Modul.
Am 30.Mai 2007 war es dann soweit, so gegen 18:00 war die Anlage gefüllt, gespült und die Regelung, die in der Nacht vorher montiert und parametrisiert wurde, ging in des Echtbetrüb über. Alles arbeitet korrekt - fast alles. Diverse Nachjustierungen am Regler musste ich gleich durchführen, da manche Funktionen eben falsch interpretiert und umgesetzt waren von mir. Die Kommunikation mit dem PC klappte auch gut. Nur die Darstellung und Parametrierung über eine RS232 und einem Terminalpragramm nervte schon vom ersten Tag an.
Die Isolierung und deren Montage wurde beim Abschluss schon rausgenommen, da dieser Posten nach Regie verrechnet worden wäre - also fast unbezahlbar wie ich im nachhinein festgestellt habe. Die Solarisolierung montierte ich selbst. Um dies sauber und gewissenhaft durchzuführen benötigte ich mehr Zeit als gedacht. So isolierte ich gleich noch am selben Abend die Stellen und Anschlussbögen am Dach und an den Kollektoren. Am nächsten Tag nach der Arbeit kamen die Vorlaufleitung und diverse Anschlüsse der Solarstation dran. Jetzt wusste ich was eine Solarisolierung alles können muss, nämlich aus dem "Saunakeller" wieder einen normal temperierten Keller zu machen. Es war extrem heiss im Keller mit den unisolierten Rohren. Nachdem die Rohre komplett isoliert wurden ging natürlich auch die Raumtemperatur wieder auf Normalvineau runter. Ich hatte mit dem Wetter Glück. Die ersten Tage nach der Montage waren perfektes Erntewetter und dadurch stiegen die Puffertemperatur auf Höchststand.
Wohin mit der überschüssigen Wärme? Meine Anlage soll nicht in Stagnation gehen, schon den verbauten Materialien zuliebe.


Erste Sorgen und Adaptierungen:

Bei der hohen Puffertemperatur von knapp 95° läuteten sofort die Alarmglocken - wohin mit der Wärme? So wurde die Fussbodenheizung leicht aktiviert aber die Abnahme reichte trotzdem nicht aus. Im Haus haben wir ja ca. nur etwa 25m² an Fussbodenheizung und die kann ich ja nicht auf 50°C hochjagen. Einstellung der Fussbodenheizung auf etwa 40°C. War in den 2 Bädern wo diese läuft sofort super angenehm, Unsere Küche aber wurde merklich wärmer und das im Sommer bei super Sonnenscheinwetter. Da las ich im Heizungsforum von diversen "Übertemperaturschutzschaltungen" und dann erfolgte auch gleich die Modifikation mittels Universal-Thermostat UT100 von Conrad. Das Teil wurde gekauft und ein Heizkreis wurde mit 2 Trennrelais umgebaut. Sobald nun der Puffer über 85°C hat schaltet das UT100 und der modifizierte Heizkreis geht voll auf und die Pumpe läuft an. Bei einer Puffertemperatur von kleiner 80°C schaltet das ganze Werk wieder ab.
Die Puffertemperaturen sind immer die unteren Temperaturen gemeint (also S4 bei meinem Schema). Das funktioniert sehr gut, ausser, dass die Pumpe keinen Nachlauf hat und so alles im heissen Zustand einfach runterfährt. Momentan hab ich keine bessere Lösung aber die Anlage ist geschützt und darauf kommt es an.
Dann hatten wir mal an einem Wochenende kurz Stromausfall. Gottsei Dank war es eher regnerisch, aber die Anlage stand still. Kein Strom, kein laufender Regler und somit keine laufenden Pumpen bei Anforderung. Obwohl es bei uns sehr selten Stromausfälle gibt war ich etwas beunruhigt. Aber auch dies lässt sich einfach lösen. Bei mir sogar fast zum Nulltarif. Ich hatte einige Zeit zuvor von einem Bekannten eine APC Smart USV 700 geschenkt bekommen wo nur die Akkus defekt sind. Also Akkus gekauft und die USV an den Reglerverbund ran. Da wurde mir erst bewusst was eine USV mit Sinussiganl am Ausgang ist. Als Vergleich dazu montierteich kurz eine Billig USV mit Trapez Ausgangssignal. Das brummte vielleicht in der USV und auch im Regler ... hui da möchte ich keine Endstufe drinnen sein ... Durch die drehzahlgeregelten Pumpen und dem Trapezsignal kam es zu diesen Effekten - die Leistung auch dieser USV war natürlich ausreichend nicht dass man denkt diese wäre zu knapp bemessen gewesen. Also wieder die Smart APC rein und es war Ruhe ! Die USV läuft im Standalone Betrieb das muss reichen.
Eine weitere Baustelle tat sich auf bei der Warmwasserzirkulation. Ich merkte, dass die Zirkulation 24 warm war. War dies normal? Für eine Schwerkraftzirkulation natürlich schon aber das wollte ich nicht. Divere Forumsbeiträge informierten mich, dass dies eine regelrechte Energievernichtungseinrichtung sei wenn diese dauernd lief. Also eruierte ich mal bei uns im Haus wann denn immer warmes Wasser benötigt wird. Morgens, zu Mittag und am Abend - schon klar aber wann genau? Dies lies sich leicht herausfinden, da ich unter der Woche immer als erster so um 6:00 aufstehe. also erste Zirkulationszeit um ca. 6:15 kurz bevor ich ins Bad gehe. Dann so um 7:00 stehen meine Eltern meistens auf. 2. Zirkulationszeit um ca. 7:15 ... Zu Mittag wird nicht zirkuliert, da sowieso recht viel Warm- und Kaltwasser benötigt wird, da fällt es keinem auf wenn mal kurz kaltes Wasser kommt. Weiter geht es an frühen Abend. Einaml um 17:00, einmal um 18:00 und einmal um 19:00 läuft die Zirkulation kurz. Was ist aber kurz? Begonnen habe ich mit 15 Minuten. Das war mir sofort klar, dass dies viel zu lange ist. Also alle Zeiten auf 5 Minuten. Mehrere Tage beoachtete ich dies genau und stellte fest, dass der Warmwasserkreis im Parterre nach knapp 1,5 Minuten warm war und der grosse Kreis für den 1. und 2. Stock nach ca. 2 Minuten. Also eine weitere Zeitreduzierung der Zirkulationsfunktion auf 3 Minuten. Momentan wird diese Pumpe noch von einer externen Zeitschaltuhr bedient. Doch sobald der Resol MX im Echtbetrieb läuft wird auch diese Funktion darüber laufen.
Der STECA Regler wurde dann im November 2007 durch einen Resol E mit 2x HKM2 ersetzt. Es gab 2 Gründe. Erstens hatte der STECA Regler diverse Software Fehler, die zwar seitens STECA mittels Softwareupdate behoben wurden - dazu musste ich den Regler aber umbauen und mit einem Bootladerschalter versehen und zweitens war die Kommunikation über RS232 absolut nicht zeitgerecht und komfortabel. Weiters bekam ich vom Regler nur in sehr grossen Zeitabständen und sehr umständlich alles Sensor und Ausgangswerte. Auch hatte er einen sehr begrenzten Speicher von nur wenigen Tagen. Vergass ich einmal pro Woche die Daten auszulesen wurden diese im Ringspeicher überschrieben und waren für immer weg. Dies passierte mir mehr als einmal - also musste hier eine andere Lösung her. ansonsten ist der STECA Regler ein gutes und stabil laufendes Teil. Der Resol E Regler wurde von Anfang an mit einem Datenlogger betrieben. Anfangs noch der DL1 aber sofort nach Verfügbarkeit der DL2 mit LAN Anschluss. Seither werkelt der DL2 direkt im Intranet bei mir und liefert alles was ich für die Visualisierung benötige. Inzwischen wird auch die komplette Grafik auf meiner Webseite dargestellt - zwar "nun" mit einer Aktualität von 5-10 Minuten aber das lang.


Verwendete Komponenten:

SolarGrundsystem Solarregler: Derzeit läuft ein RESOL Deltasol-E Solarregler wird seitlich dargestelltes Schema als Grundschema eingestellt. Dann wurden die notwendigen Optionen hinzugefügt. Wie z.B. eine Rücklaufanhebung, Boilerladefunktion (dies ist ja nichts anderes als eine Differnenztemperatursteuerung mit 2x dem gleichen Sensor für das Ein und Aus Kriterium), Heizkreisfunktionen der HKM2 mit Heizkurve und Zeitfunktion, etc.
Als Tip für jeden HKM2 Nutzer kann ich euch sagen, dass die restlichen PT1000 Temperatureingänge super komfortabel mit der RSC2 Software von RESOL nutzbar gemacht werden können. Somit hab ihr auf einem Schlag mindestens 2 bis 3 weitere Temperatureingänge die im gesamten System zugeteilt und genutzt werden können.
Als Datenlogger verwende ich einen RESOL DL2 mit Ehernetschnittstelle. Die Parametrierung bedarf etwas an Überlegung sonst muss man eventuell diverse Anpassungen. Gerade wenn so ein Gerät im Intranet läuft und direkt auf einen AccessPoint zugreift. Das Teil hat einen Webserver und FTP Server drauf. Am PC wird das schöne Bildchen gemalt und mittels RSC Software die Felder in der Grafik gesetzt. Dann wird die Grafik mit Parametierungsdatei hochgeladen, fertig und der DL2 schnurrt ... Manchmal so etwa alle 5-7 Monate hängt das Teil - keine Ahnung warum, da hilft nur ein Reset. Muss auch sagen, dass der DL2 bei mir komplett voll mit Daten ist und somit der Speicher als Ringspeicher sein Werk tut. Fix ist dass es nicht nach einem Softwareupdate über das Internet der Fall ist, aber ich bin ja praktisch jeden Tag mal im Keller und so sehe ich gleich ob alles passt oder nicht.
Seit Mai 2014 läuft nun alles aktuell mit dem Resol MX 2x EM Erweiterungsmodulen und dem DL3 - alles stabil und soweit ohne Probleme. Die Sache mit dem sporadischen Reset des DLx (der 2er hatte dies auch ...) löste ich indem einfach ein kleiner Switch zwischen DL3 und W-Lan Access Point geschalten wurde - leider etwas mehr an Technik aber dafür kann ich mich nun darauf verlassen, dass wenn die Anlage nicht ereichbar ist, nicht der DL3 im Nirrwana hängt und sich einen runterbootet. Im September wurdne kleiner Anpassungen wegen dem Ostfeld gemacht. Seit Umstellung auf den MX hatte das Ostfeld immer am Kollektorfühler 4°C ... einem Trimmpoti sei dank.

Expansionsgefäss: Dieses wurde vom Installateur mit 50 Liter vorgeschlagen. Ich nahm aber ein 80 Liter Teil von Reflex. Und das war sehr gut so, denn so kann auch die geplante Ostkollektorerweiterung (hoffe in 1-2 Jahren) einfach umgesetzt werden.
Im September 2014 war dann die Ostseite umgesetzt. Aufgrund eines hydraulischen Problems musste ich ein weiteres Expansionsgefäss setzen - es wurde ein 35 Liter grossen Solarexpansionsgefäss.

Solarstation: Die kommt von Buderus. ausgeführt als Station mit 2 Pumpen, wobei dies im nachhinein auch hätte günstiger gehen können. Aber das fällt unter Lehrgeld zahlen. Da hätte ich locker 200.- Euro oder etwas mehr sparen können.

Verrohrung: Zum Panelfeld hin und retour liegt ein DN20 Edelstahlwellrohr. Am Dach diverse Teile und im Keller die gesamte Verrohrung wurde in 22er Kupfer ausgeführt. Weil ich Flachkollektoren habe wurde auf die spezielle hochtemperaturbeständige O-Ring Dichtung in den Viega Pressverbindungen verzichtet und nur die Standarddichtungen genommen die immer drinnen sind. Auch nach 7 Jahrne ist immer noch alles dicht und trocken.
August 2014: die komplette Verohrung wird neu gemacht. Alte Leitungen raus und 3 Leitungen neu rein. Westfeld: 17m Leitungsllänge im Vorlauf; 20m Leitungslänge im Rücklauf. Interessant ist das Ostfeld: 30m Leitugslänge im Rücklauf und 23m im Vorlauf. Nach Messungen zwischen Ost- und Westfeld habe ich durch die längere Verrohrung und den erhöhten Widerstand in den SKS4.0-w Kollektoren gegenüber dem Westfeld nur etwa 10-12 einen geringeren Widerstand. Somit kann ich mir einen genauen Ablgeich durch Einbau eines Taco Setters im Ostbereich sparen. ... und das alles mit 19mm Isolierung gegenüber der 14mm Isolierung von früher.

Flachkollektor Panele: Diese sind von Buderus die SKS4.0-S. Grosser Vorteil der Panele ist, dass diese an der Oberfläche absolut glatt sind. Weiters sind sie mit einem Edelgas gefüllt das ein Beschlagen von innen unterbinden soll - bis heute passt dies. Die Montage der Panele ist mit Klemmpratzen auch super einfach. Verbunden werden mehrere Panele mit Wellrohr Zwischenstücken wo nicht nur die Längen- sondern auch ein Montage Versatz ausgeglichen werden kann. Isoliermaterial für meine 10 Platten war für die Verbindungsstücke dabei. Nachteil den ich inzwischen herausgefunden habe - die internen Verbindungsrohre und die Anschlüsse sind alle nur Anschluss DN15. Da ist bei 10 Flachkollektoren im Stück Schluss. Mehrer als 10 Stück kann man dann mit Freund Tichelmann zusammenstecken.
Stand September 2014: Auf der Westseite 8x SKS4.0-s und auf der Ostseite 3x SKS4.0-w

Warmwasserspeicher: Dies ist ein Buderus SL500-2 mit 2 Wärmetauschern. Oben für die externe Beheizung über unseren Öli und unten mittels des Buderus speziellen Thermosyphontauschers. Die abgehenden Anschlüsse sind alle als Siphone ausgeführt. Alle Anschlüsse sind inzwischen auch in INOX dran.
Die Trinkwasserleitungen wurden 2009 komplett erneuert im Keller und von 3/4" auf 1" aufgebohrt.

Pufferspeicher: Inzwischen sind 2 Stück im Keller! Angefangen habe ich mit einem 750 Liter PL750 mit Thermosyphontauscher. Ein tolles Teil, nicht ganz billig aber sehr gut in Funktion und Verarbeitung. 2009 kam dann noch einen 800 Liter Erweiterungspufferspeicher dazu, da ich im Sommer wesentlich mehr ernten kann und unsere Poolheizung auch angedacht wurde. Gerne hätte ich bei der Erstinstallation einen 1000 Liter Puffer verwendet. Aber ich hätte 2 Türstöcke von tragenden Wänden aufschremmen müssen, da die Türstockbreite nicht langte. Also das kleinere Übel ist nun das 2 Puffersystem. Die beiden Puffer sind in Serie geschalten - auch die Wärmetauscher. Dadurch habe ich nun im Solarkreis einen Wärmetauscher mit 5,9m² Tauscherfläche. Somit ist der hintere Puffer immer etwas kühler als der vordere.
Nachdem der zweite Puffer in Betrieb ging hatte ich im ersten Sommer einige kuriose Effekte. Der Rücklauf der Heizung war wesentlich höher als hintere Puffer und dadurch dauerte es extrem lange bis die Wärme durch die über 1500 Liter durch war. Teilweise war der Rücklauf auch wesentlich wärmer als der erste Puffer im unteren Bereich. Da ich ja nicht die Puffer aufheizen wollte baute ich nachträglich noch eine 2. Rücklaufanhebung ein, oder besser gesagt eine Umschaltung mittels Umschaltventils wo der 2. Puffer heizungsseitig umgangen werden konnte. Somit waren diese Effekte weg.

Umschaltventile: Die verwendeten Umschaltventile sind alles VC4012 Ventile von Honeywell. Diese sind die Rolce Royce Ausführung unter den Umschaltventilen mit dem grossen Vorteil, dass die Köpfe bei Defekten ausgetauscht werden können ... Aber die halten bestimmt ewig. Die Schaltzeit der Ventile ist ca. 6-7 Sekunden komplett von zu auf offen. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese einen Gegendruck von bis zu 4 bar aushalten und damit auch bei Reparaturarbeiten kurzzeitig als Absperrventil herhalten können - und sie sind dicht!

Pumpen: Es wurden in der Solarstation Grundfos UPS25-60 eingesetzt. Derzeit werkeln noch die Typen mit Energieindex C. Aber es liegt schon die Generation mit Energieindex B hier. Der Unterscihed von C auf B ist 90W zu 60W in der dritten Stufe. Also 30 Watt weniger. Wenn die Pumpen in Ordnung und ich für die neuen Pumpen den vollen Preis hätte zahlen müssen würde ich diese nie tauschen. Aber die neuen Teile wurden günstigst erstanden und nun werden diese im Herbst auch zum Einsatz kommen.

Mikroblasenabscheider: Der Mikroblasenabscheider, Grösse DN20, ist knapp oberhalb der Solarstation im Vorlauf - also heisser Zulauf - eingebaut. Zuerst dachte ich das Teil funktioniert nicht korrekt, aber als die Anlage einige Wochen lief öffnete ich einmal vorsichtig die Abdeckkappe und den Absperrhahn, da kam tatsächlich etwas Luft raus. Der entlüftet halt langsam, aber das ist ja die Funktion eines Mikroblasenabscheiders. Wichtig ist wie immer sehr sorgfälliges Befüllen und Spülen der Anlage bis keine Bläschen mehr kommen. Zum befüllen habe ich mir eine einfache Inox Gartenpumpe gekauft und verwende diese als Befüllpumpe. Mit dieser schaffe ich 800 Liter in der Stunde, dies ist die doppelte Menge an Umlauf als im Echtbetrieb mit den UPS Pumpen. Die ganze "Befüllanlage", also Pumpe + Schläuche + Verschraubungen haben mich keine 80 Euro gekostet. Es geht sicherlich auch mit einer noch günstigeren Pumpe aber das verwendete Solarfluid setzt den Teilen dann halt schneller zu...

Solarfluid: Das eingesetzte Solarfluid ist Tyfocor L, ein Langzeit- Frost und Korrosionsschutzmittel auf Basis eines nicht gesundheitsschädlichen 1.2 Propylenglykols. Dieses ist als Fertiggemisch 50:50 eingesetzt worden. Dadurch ergibt sich eine Frostschutzsicherheit bis -32°C. Das langt auch bei extremen Tieflagen im Winter wo nicht selten -20°C und etwas darunter auftreten. Um verkocken der Flüssigkeit wirksam entgegenzuwirken gibt es bei meiner Anlage keine Stagnation (siehe oben) und die Kollektornotabschaltung ist bei mir auf 125°C eingestellt. Diesen Sommer wurden erstmalig 111°C am Sensor gemessen also noch genügend "Luft" nach oben hin.

Wärmemengenzähler: Dieser ist von Rossweiner. Ein ganz einfacher mechanischer Zähler mit Impuls-/Schaltausgang. Einzig was man hier einhalten muss ist eine Beruhigungsstrecke - sprich gerades Rohrstück von ca. 15cm - vor dem Wärmemengenzähler. Und nicht vergessen im Regler die korrekte Impulszahl eingeben sonst hat man seine Wundersolaranlage und erntet ein x-faches als wirklich herein kommt.

Solarisolierung: Hier sparen ist falsch! Billige Isolierung setzt sich in kürzester Zeit und man fängt von vorne wieder an. Qualitätsware von z.B. Armacell oder Austroflex ist hierbei sehr zu empfehlen. Das Isolieren der Rohre benötigt seine Zeit und sollte von jedem selbst gemacht werden. Es ist wirklich nicht schwer und man spart sehr viel Geld. Als Tip kann ich hier weitergeben, dass am Dach man sich schon vorab das Ganze mal mit Alukaschierung überlegen soll. Ich werde 2012 (nun wird es doch erst 2014 mit dem grossen Um- Erweiterungsbau) am Dach alles schön neu in 100% Isolierstärke und mit Alukaschierung machen. Man glaubt nicht wie aggressiv die Sonne mit den UV-Strahlen ist - besonders auch im Winter. Da knallt es runter und im Frühjahr kannst dann die Isolierung wegkehren ... Deshalb hier nur Qualitätsware.

was sonst noch so alles verwendet wurde: Diverses Montagematerial wie Halteschellen und so Zeug sind obligat. Sehr sinnvoll ist hierbei die Verrohrung nicht mit den Schellen zu fixieren und dann die Isolierung darüber sondern zuerst isolieren und dann die Schellen darüber. Geht nicht immer ist aber wärmetechnisch um Lichtjahre besser.
Den Druck am Manometer der Solarstation sollte man auch nicht aus den Augen lassen. Bei mir ist die Anlage mit 2,5bar Druck beaufschlagt und der sank in 24 Monaten um nur ca. 0,3bar ab. Dabei wurde aber mehrmals am Mikroblasenabscheider etwas abgelassen.
Auch sollte man periodisch an den Schaugläsern in der Solarstation die "Qualität" - zumindest optisch - des Solarfluids kontrollieren. Diese verfärbt sich im Laufe der Zeit etwas und wird gelbbraun. Aber keine Panik das ist soweit in Ordnung. Nur wenn man nichts mehr sieht sollte man den Solateur seines Vertrauens kontaktieren und abklären was hier zur starken Verfärbung geführt haben könnte.
Als Kupferleitung wurde halbhartes 22er verwendet. Da machst nichts falsch und kannst die guten Viega Pressverbinder verwenden.

Technische Detaildaten meiner Solar- und Heizungsanlage + Sanierungsmaßnahmen und Erweiterungen / Umbauten chronologisch:

Wasserinhalte der kompletten Anlage:
Heizkreis Parterre + Verrohrung ca. 70 Liter Inhalt
Heizkreis 1.+2. Stock + Verrohrung ca. 160 Liter Inhalt
Heizkreis Fussbodenheizung ca. 15 Liter Inhalt
Heizkessel ca. 8 Liter Inhalt
Mischergruppen + Verrohrung im Keller ca. 45 Liter Inhalt
Pufferspeicher Buderus ca. 750 Liter Inhalt
Pufferspeicher Austria Email ca. 800 Liter Inhalt
Gesamtinhalt der Heizungsanlage ist somit ca. 1850 Liter.

Mai 2007:
Buderus Solaranlage mit 10x SKS4.0-s Flachpanele (5x flach am Dach, 5x 25° aufgeständert)
Buderus Warmwasserboiler mit 500 Liter bivalent mit mit thermosyphon Solartauscher - SL500-2
Buderus Pufferspeicher mit 750 Liter Volumen; thermosyphon Solartauscher - PL750
Buderus Solarstation; 2 Strang mit 2x UPS25-60 (noch Energieklasse C)
Reflex Membranausdehnungsgefäß mit 80 Liter Volumen für die Solaranlage
Reflex Membranausdehnungsgefäß mit 250 Liter Volumen für die Heizungsanlage
Regelung Resol mit Deltasol-E Regler + 2x HKM2 Heizkreismodulen + DL2 Datenlogger
Juli 2008:
Meibes Heizkreisverteiler + Gruppen mit Hocheffizienzpumpen. 2x Grundfos Alpha PRO 25-40; 1x Alpha2 25-40; 1x NMP 25-40 für Boilerladung
Frühjahr 2009:
Ölbrennwertgerät Wolf COB20 mit 2 Leistungsstufen; 13 und 19kW
Frühjahr 2011:
Im Haus 13 Stück neue Fenster + eine Balkontüre - ist ca. die hälfte der Fenster im Haus. Alles Actual Kunststoff Alu und 3fach Verglasung mit Uw=0,88
Frühjahr 2013:
Im Haus 2 Stück neue Fenster + drei Balkontüren erneuert. Alles Actual Kunststoff Alu und 3fach Verglasung mit Uw=0,80 und HYBRID X-STRONG - alles nordseitig
September 2013:
Umstellung auf Resol DL3 Datenlogger + neue Webseite am programmieren - online seit Ende November 2013 im responsive Web-Design
Mai 2014:
Endlich erfolgt die Umstellung auf den Resol MX und die EM's + Online Schema aktualisieren. Aufschaltung der 2 entfernten Jumo eTron T + Siemens Logo auf den MX. Vereinfachung der Verkabelung. Überhitzungsschutz nun nur mehr über die Poolheizung.
August 2014:
Demontage von 2 Kollektoren auf der Westseite. Demontiert wurden die 2 Stück wo der Rücklauf rein kommt/kam um dann einen nicht allzu grossen hydraulischen Unterschied zwischen Westfeld und Ostfeld zu haben. Weiters wurden 3 neue Edelstahlwellrohr DN20 Leitungen eingezogen. Verkleidet wurden alle Rohre mit Seewasser beständiger Alukaschierung - ich hatte extremen Vogelverbiss bei den alten Rohren - es waren vermehrt fingerdicke Löcher bis zum Edelstahlwellrohr sichtbar. Auch leistete ich mir anstelle der 14mm Isolierung die 19er ! Kostet etwas mehr bringt aber viel - und das isolierte Edelstahlwellrohr passt so genau in die 70mm Alukaschierung - viel Arbeit aber die Bilder sprechen für sich - sieht nicht nur sauber aus, sondern wird auch "ewig" halten. Abschliessen wurde noch die etwa 15 Jahre alte APV 700VA Notstromversorgung durch eine neue APV 750VA Smart-UPS ersetzt. Der Batteriesatz wäre wieder dran gewesen. Und bei neuen APC Notstromversorgungen halten diese nicht nur mehr genau 3 Jahre sonder 5 Jahre - also 50.- € schon wieder drinnen ...
September 2014:
Montage des Gestells für die Ostkollektoren und deren Montage und Aktivierung am 19.09.2014. Die 3 SKS4.0-w Kollektoren sind ca. 45° Richtung Osten ausgerichtet (musste mich an die Dachplattenrasterung halten) und 50° aufgeständert. Mehr habe ich mich nicht getraut, da diese von hinten gesehen eine extreme Windangriffsfläche darstellen. Deshalb habe ich auch nicht wie geplant 9 Dachbefestigungen montiert, sondern 11 Stück. Am ersten Tag schien gleich von Früh an die Sonne: 8:05 Sonnenaufgang am Dach bei uns - 8:10 lief die Pumpe an. Die Westkollektoren liefen erst um genau 10:50 an. Also genau wie gewünscht "guten Morgen" Kollektoren. Der Spülvorgang dauerte ca. 1 Stunden für beide Felder - mit Befüllpumpe sausten knapp 1100 Liter in der Stunde die Runde. Durch die beiden Absperrventile R1 und R2 wird der Leitungsdruck leider eingesperrt und ich musste knapp vor der Solarpumpe R3 ein 2. Expansionsgefäss setzen. Dies ist allerdings nur ein 35 Liter Gefäss - langt alle mal. Damit habe ich auch keine Druckschläge mehr in der Anlage wenn diese "loserntet".
Dezember 2014:
Nach langem Zögern habe ich nun die ersten Vorbereitungen für den 3. Heizkreis in Angriff genommen. Es wurde das 3.EM Modul montiert und in Betrieb genommen. Somit kann dann kurz nach der Heizperiode der geregelte Heizkreis für den Fussboden in Betrieb genommen werden - d.h. konstantere Temperatur. Merkt man zwar nicht ist aber sehr von Vorteil speziell im Sommer bei hohen Temperaturen, da wird das Material besser geschont und für den Pool bleibt auch mehr.
Es ist auch das erste Mal, dass wird nicht mal 1400 Liter Heizöl extra leicht schwefelfrei in 12 Monaten benötigt haben. Der Fensterumbau bis dato spart im Jahr etwa 200-220 Liter an Öl - laut Berechnung sollten es etwa 400 Liter sein - Theorie und Praxis halt ... auch ist der COB20 wie ich ihn betreibe praktisch sauber und muss nun nur mehr alle 24 Monate gereinigt werden. Am 28.12.2014 reinigte ich den Heizkessel nach gut 18 Monaten das erste Mal wieder und er war viel sauberer als nach 6 Monaten mit schwefeligem Öl - also alle 24 Monate nur mehr zerlegen und putzen! Die Ost Kollis laufen auch perfekt - musste aber die Parametrierung am MX stark anpassen - war mir aber auch klar. Leider hatten wir im Dezember 2014 so gut wie keine Sonne - aber die kommt bestimmt wieder ...
Mai 2015:
Heute (03.05.2015) wurde endlich der Fussbodenkreis auf geregelt umgebaut - läuft schon recht gut, etwas an Einstellarbeit ist aber noch notwendig, Feintuning ist ja quasi mein zweiter Vorname ... Aber die Anlage entleeren ... naja nur komplett drucklos machen und die Mischergruppen entleeren - waren ca. 80 Liter an Wasser. Etwas Dreck kam auch raus, aber nicht der Rede wert. Denke das Heizungswasser ist soweit in Ordnung wie es ausgesehen hat - nur optische Kontrolle.
Weiters ist das Solarschema um 3 Temperatursensoren erweitert worden. In nächster Zeit kommen für jeden der drei geregelten Heizkreise Rücklauffühler hinzu. Ich will wissen was ich für eine Spreizung in welchen Betriebszustand habe - rein interesse halber, denke hier kann ich noch etwas dann an den Heizkörpervoreinstellungen rumwerkeln damit diese etwas größer wird, wenn's notwendig ist - wird sich aber erst nächsten Herst zeigen wenn ich wieder zu heizen beginne.
Dann der Schock nach dem Füllen als ich den COB20 einschaltete - Fehlercode 40. Super was ist denn nun? Druck unter 0,8bar, obwohl 2,1 bar gefüllt wurden. COB entleeren und den Drucksensor überprüfen. Und siehe da, das kleine Verbindungsrohr am Einsteckelement des Drucksensors war verstopft. 3mm Bohrer und Dreck raus gekitzelt. War ein kristallines weissliches Gemisch. Alles wieder zusammengebaut und nun ist der Fehler weg, aber der Dichtring 'saftelt' ganz leicht. Also 8x2mm Viton Ringe bestellt und dann wird der ausgetauscht - sicher ist sicher. Den COB20 entleeren kann ich ganz leicht, da ich gleich hinten am Geräte Absperrungen gesetzt habe vor langer Zeit - nun erstmalig verwendet und voll glücklich dabei ... Anlage läuft und schnurrt...
14.05.2015 ... ein Problem kommt auf, daß der Fußbodenheizkreis weiter läuft auch wenn die Puffer komplett leer sind. Als Lösung habe ich eine kombinierte Funktion gebastelt. Das potentialfreie Relais am EM3 wird zweckentfremdet. Über einen Funktionsblock (FB1) wird das Relais M3R5 geschalten. Als Sensor für die Thermostatfunktion wird S5 (Puffer1 oben) genommen. Bei S5>31°C M3R5 ein. Bei S5<28°C wird M3S5 ausgeschalten. So weit so gut. Nun wird noch der M3S6 als invertierter Schalter definiert und beim Heizkreis ein Raumthermostat als Schalter definiert werden - fertig. Heizkreis läuft wenn Puffertemperatur über 31°C und schaltet sich automatisch aus wenn Puffertemperatur kleiner 28°C - that's it. Verdrahtet werden die beiden Kontakte von M3S6 direkt auf M3R5 - ist ja potentialfrei und stromlos.
August 2016:
Endlich wird auch das letzte alte Kellerfenster in den Sperrmüll verfrachtet. Somit dürfte es im Winter keine unkontrollierte Zugluft im Keller mehr geben. Die Umstellung auf die 2.00er Firmware beim MX wurde Ende August durchgeführt. Hmmm ... tja ... unproblematisch ist etwas anderes. Gott sei Dank klappte die Konvertierung des CFG Files des MX einwandfrei. Aber nach dem Update waren alle 3 Heizkreise verschwunden ... und die mußten wieder händische reingeklopft werden. War natürlich keine all zu große Sache. Aber die nervenaufreibendste Aktion kam dann am 18.08. - der MX blieb teilweise hängen! Richtig gelesen. einige Sensor-Werte blieben auf Werte stehen während der restliche MX korrekt weiterarbeitete. Aufgefallen ist mir dies nur, als ich am 18.08. um 6:00 bei bewölktem Wimmel und noch keiner Sonne am Ostkolli etwa 43°C hatte. Wie sollte dies gehen. Also alle 30 Minuten auf die Webseite geschaut und siehe da der MX aktualisierte die Werte tatsächlich nicht. Am Nachmittag nach der Arbeit gleich einen Reset und Neustart durchgeführt und dann knallte so richtig die Sonne auf den großen Westkollektor - aus den 43° der Ostseite wurde dann schlagartig über 95°C auf der Westseite. Knapp am Supergau vorbei - so arg wäre es sicher nicht gewesen ... aber der Puls war schon ordentlich hoch, seither läuft die Anlage wieder perfekt und rund.
Ende September kam dann die 2.01er (etwas fehlerbehaftet, Timerprobleme etc.) rauf und da lief alles gleich rund. Eine große Umstellung von der 1.xx auf die 2.xx ist die Zeitenprogrammierung. Aber einmal umgestellt ist dies eine tolle Neuerung und große Vereinfachung gegenüber früher.
Nun gilt es seitens Resol kurzfristig noch diverse kleine Bugs zu fixen auch auf dem DL3 - derzeit mit Firmware 2.1.5 - auch die neuen Datenfelder zugänglich zu machen.
Alles in allem wurde dieses Jahr eher wenig aber wichtiges getan. Die Nachisolierung des Westkollektor Verbinders der beiden Kollektorreihen wird noch gemacht und dann ist eh schon wieder Jahresende und 2017 kann kommen. Bei der obigne Solarleistung füge ich noch den Ölverbrauch ein. Die Änderungen dazu könnt ihr ja hier nachlesen.
Jänner 2017:
Nun wurde auch der schon lange hier liegende VFD2-40 Grundfos Direktsensor eingebaut und verkabelt. Ein tolles Teil mit einem Sensor 2 Werte zu ermitteln. Der Sensor dient mir beim Pool die reingeladene Wärmemenge zu ermitteln. Tests haben gezeigt, daß man die in der Resol-MX Anleitung erwähnte Massebrücke unbedingt verkabeln muß. Ansonsten liefert der Sensor wirre Werte. Bei mir ist absolut alles potentialfrei montiert und alle Resol Komponenten laufen über eine Notstromversorgung. Geht dies gut? Funktioniert dies so wie angedacht? Gibt es hier iegendwie Potentialunterschiede etc. ? Nein, alles in bester Ordnung nach verkabeln der Kabelbrücke. Werte des VFD2-40 passen perfekt. Leider gibt es bis heute (04.02.2017) noch kein SW Update das die mir aufgefallenen Punkte beim DL3 und beim MX mit Firmware 2.01 beheben. Auch hoffe ich daß die längst gewünschten virtuellen Relais endlich umgesetzt werden. Dies wären fiktive Relais die bei Heizkreisen einem das Leben stark errleichtern mit Nachlauf der Pumpe und dgl. Dann könnte man sich die Sache mit den Parallelrelais sparen und gewinnt so wie bei mir gleich wieder 3 Ausgänge die man anderwertig nutzen kann. Denke aber daß die Resolis schon am fixen sind und es demnächst wieder etwas Neues gibt ...
Da es im Jänner ja sehr lange extrem kalt war - kältester Jänner seit 30 Jahren - lies ich unser Haus und mir bekannte diverse Schwachstellen am Haus mit einer IR-Thermografiekamera fotografieren. Nun glaubt auch mein Vater, daß unser Haus noch "etwas" an Sanierung verträgt im Laufe der kommenden Jahre ...

Verbräuche vor Sanierungsmaßnahmen und nach diversen Sanierungen:
Der Ölverbrauch sank von etwas über 4500 Liter in den 80er Jahren bei 5-6 Personen Warmwasser und damals ca.110m² Heizfläche - Haus wurde damals schon vollisoliert auf ziemlich genau 2000-2100 Liter pro Jahr bei 6 Personen Warmwasser und ca. 230m² Heizfläche.
Vor Inbetriebnahme der Solaranlage war der Ölverbrauch schon auf ca. 2800-2900 Liter pro Jahr gesunken - immer noch viel zu viel für mich...
Ich bin gespannt was die neuen Fenster im kommenden Winter an weiterer Ersparnis bringen - laut Berechungsprogramm auf diversen Webseiten etwas über 300 Liter. Dies finde ich aber unrealistisch und gehe von 100-150 Liter aus. Die alten Fenster waren undicht und etwa 40 Jahre alt daher mussten diese erneuert werden.
04/2012: Die ersten Ergebnisse und Rechnungen zeigen, dass die neuen Fenster etwa 150 Liter an Öleinsparung bringen - aber einen sehr grossen Gewinn an Wohnkomfort !
11/2013: Denke die Sanierungsmaßnahmen vom Frühjahr werden ca. 50Liter an Öl sparen. Das ist für mich ausreichend - aber der Mehrgewinn an Komfort ist unbezahlbar. Endlich kein Gesumse meiner Eltern, dass es in deren Küche in der Früh immer so kalt ist im Winter.
02/2017: die neuen Fenster von 2013 bringen ca. 30-40Liter an Öleinsparung ... langt mir.

Was wird noch optimiert bzw. weiter saniert:
Sofern meine Eltern es wünschen weitere Sanierung von Balkontüren - die derzeitigen Türen sind über 40 Jahre alt - denke 2018/19 wird dies soweit sein.
Abriss eines Kamins der die Ursache von grossen Durchzugverlusten ist. Umsetzung geplant für Mai 2014 - dies muss ich auf 2017 verschieben, da keine absolute Notwendigkeit besteht und ich sonst noch diverse Dinge "beträue".
Wunschverbrauch max. 1500-1600 Liter Öl - besser noch weniger. Sobald Pelet mit Brennwert interessant und verbreitet ist liebäugle ich mit so etwas. Nur eine Umstellung muss sich auch in 15 Jahren rechnen und nicht nur kosten!. Man will ja weniger für die Heizkosten zahlen im Laufe der Jahre.